Geschichte der Pyrotechnik

Die Geschichte der Feuerwerkerei ist unzertrennlich mit der Geschichte des Schieß- bzw. Schwarzpulvers verbunden; 
ohne diesem wäre sie nicht denkbar. Die Pyrotechnik - die "Kunst vom Feuer" - begann nämlich mit der, 
eher zufälligen, Entdeckung des Schwarzpulvers. 

Das Schwarzpulver wurde vor mehr als tausend Jahren in Asien entdeckt bzw. entwickelt; 
wer tatsächlich dafür verantwortlich war, läßt sich heute nicht mehr genau feststellen. 
Schwarzpulver wurde vor allem in China vorerst für friedliche Zwecke genutzt, 
vorwiegend bei Festlichkeiten und um Geister zu vertreiben. 

Erst im 13. Jahrhundert soll die Kenntnis des Schwarzpulvers von Seefahrern nach Europa gebracht worden sein, 
wobei der englische Mönch Roger Bacon in seinen Aufzeichnungen von einem Gemisch aus Salpeter, 
Holzkohle und Schwefel für die Verwendung in Knallkörpern berichtete. 

Diese Zusammensetzung ist bis heute unverändert geblieben. Nach dem bekannt werden der Formel revolutionierte 
das Schwarzpulver sehr rasch die Möglichkeiten für Gesteinabbau und für die Entwicklung von Kanonen und Musketen. 

Noch ein Name ist unzertrennlich mit dem Schwarzpulver verhaftet: der Mönch Berthold Schwarz 
(oder "Berthold der Schwarze"). Auch er soll (nach nicht gesicherten Überlieferungen) zufällig und 
unabhängig das Schwarzpulver erfunden bzw. entdeckt und mit Feuerwaffen experimentiert haben. 

Gesichert ist jedenfalls, daß das deutsche Freiburg im 14. und 15. Jahrhundert ein Zentrum für die 
Entwicklung von Feuerwaffen und für die Ausbildung von Kanonieren war und das Schwarzpulver von dort sehr 
rasche Verbreitung fand. 

In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden prunkvolle Feuerwerke in gigantischen Ausmaßen, 
oftmals mit bis zu einem Jahr Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten, zu diversen festlichen Anlässen der 
Königshäuser und zu religiösen Festen veranstaltet.

Durch den Fortschritt der Wissenschaft und der Chemie wurden immer bessere Effekte und Farben entwickelt, 
die unsere heutigen Feuerwerkskörper prägen.